Hauptinhalt zeigen

PAUSE. ,
Nele Oetjens, 2026
Diploma Universität der Künste Berlin
- realisiert mit SHRINX 4903

PAUSE. ist eine mikroarchitektonische Outdoorliege, die Orte für mentale Erholung im urbanen Raum schafft. Durch die horizontale Körperposition ermöglicht sie einen Perspektivwechsel, der Distanz zum städtischen Trubel schafft und zur Entschleunigung beiträgt. Gleichzeitig fungiert die Konstruktion als schattenspendendes Element und reagiert auf klimatische Herausforderungen. In drei Varianten bietet das Objekt unterschiedliche Grade von Höhe, Zugänglichkeit und Wahrnehmung, als „dritter Ort“ für kurze Pausen im Alltag.

PAUSE Nele Oetjens highres 16
PAUSE Nele Oetjens highres 19

Ausgangspunkt des Projekts ist die zunehmende Reizüberflutung und Beschleunigung des städtischen Alltags. Städte sind Orte der Begegnung, der Bewegung und der Vielfalt, zugleichjedoch Räume permanenter visueller, akustischer und sozialer Beanspruchung. Der Entwurf reagiert auf dieses Spannungsfeld mit dem Anspruch, einen Rückzugsort im öffentlichen Raum zu schaffen, der Aufmerksamkeit weckt und zugleich Ruhe ermöglicht. 
Der erste Eindruck soll Faszination und Neugier auslösen und gleichzeitig ein Gefühl von Sehnsucht erzeugen, nach Weite,
nach Rückzug. Der Entwurf schafft eine Situation der Entschleunigung und bietet einen Moment des Innehaltens im Alltag.

PAUSE Nele Oetjens highres 6
PAUSE Nele Oetjens highres 5
PAUSE Nele Oetjens highres 4
PAUSE Nele Oetjens highres 9

Das Projekt verbindet Prinzipien der biophilen Gestaltung mit Ansätzen des restaurativen Urbanismus und reagiert zugleich auf die klimatischen Herausforderungen urbaner Räume. Ziel ist es, Qualitäten zu integrieren, die zur Stressreduktion und mentalen Regeneration beitragen, durch die Reduktion sensorischer Reize, gezielte Blicklenkung und den bewussten Einsatz von Materialität und Körperhaltung. Gestalterisch umgesetzt wird dies durch eine reduzierte Stahlrohrkonstruktion mit gespannter textiler Liegefläche. Die horizontale Position ermöglicht körperliche Entlastung und einen
bewussten Perspektivwechsel. Der Blick richtet sich zum Himmel, die Wahrnehmung der Umgebung verändert sich und Distanz zum städtischen Trubel entsteht. Gleichzeitig fungiert die Konstruktion als schattenspendendes Element und reagiert damit auf die zunehmende Hitze in urbanen Räumen. Das Objekt kann sowohl in hoch frequentierten Stadträumen als bewusster Kontrast eingesetzt werden als auch an Orten der Regeneration, etwa in Parks oder an Uferzonen. Es versteht sich als mikroarchitektonische Intervention, als „dritter Ort“ im Alltag, der mentale Entlastung ermöglicht.

PAUSE Nele Oetjens highres 2
PAUSE Nele Oetjens highres 7

Die Outdoorliege ist in drei Varianten ausgeführt, die als gestalterische Familie unterschiedliche Grade von Höhe, Perspektivwechsel und Zugänglichkeit anbieten. Variante 1 bildet einen Hybrid aus Hochsitz und Liege auf etwa 1,5 Metern Höhe. Über eine integrierte Leiter mit drei Sprossen gelangt man auf die geneigte Liegefläche, die den Blick gezielt zum Himmel lenkt. Variante 2 erinnert an einen klassischen Hochsitz und erreicht mit fünf Sprossen eine Höhe von etwa zwei Metern. Hier entsteht der Perspektivwechsel vor allem durch die erhöhte Position. Wie aus der Vogelperspektive blickt man auf die Umgebung. Variante 3 ermöglicht eine barriereärmere Nutzung ohne Leiter und bietet eine nahezu horizontale, großzügigere Liegefläche mit Fokus auf körperlicher Entlastung und unmittelbarer Zugänglichkeit. Alle Varianten sind als langlebige Konstruktionen für den Außenraum konzipiert. Das Tragwerk besteht aus 1,5-Zoll-Edelstahlrohr und gewährleistet hohe Witterungsbeständigkeit. Die Liegeflächen bestehen aus textilen Gewebebezügen, die über das Gestell gespannt werden. Diese werden über integrierte Taschen fixiert und seitlich mit Kederhaken gespannt. Zur zusätzlichen Materialspannung kann das Gewebe mithilfe der SHRINX-Technologie von Krall + Roth thermisch geschrumpft werden. Der Bezug ist austauschbar und unterstützt so eine langfristige Nutzung.

Kontaktieren Sie uns

Wir sehen uns als Textil-Ingenieure, deren Anspruch es ist, immer nach der besten Lösung für unsere Kunden zu suchen – auch wenn wir die Lösung erst noch erfinden müssen.